Vierzehn Long COVID Patienten unterzogen sich stationär einem medizinisch begleiteten Fasten nach dem Buchinger Wilhelmi Fastenprogramm, das zwischen sechs und 16 Tagen dauerte. Die Patienten dokumentierten mit Hilfe von Fragebögen und visuellen Skalen ihr Befinden rückblickend während der akuten Phase der COVID-19 Infektion und beurteilten außerdem, wie sie sich vor und nach dem Fasten fühlten.
Es wurde eine generelle Verbesserung ihres Gesundheitszustandes festgestellt. Symptome wie Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen gingen zurück. Auch weniger häufig auftretende Symptome wie kognitive Beeinträchtigungen, Geruchs- und Geschmacksverlust zeigten nach dem Fasten deutliche Verbesserungen. Besonders bemerkenswert ist, dass während des gesamten Fastenzeitraums keine Nebenwirkungen auftraten.
Vor und nach dem Fasten wurden Blutuntersuchungen durchgeführt, um den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten zu bewerten. Die Ergebnisse zeigten eine erhebliche Verbesserung. Blutzucker, Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyzeride wurden gesenkt. Dies deutet auf ein geringeres Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin, welche eine der Komplikationen von Long COVID darstellen.
Insgesamt bietet das Fasten eine vielversprechendere Option zur Behandlung der komplexen Long COVID Symptome im Vergleich zu Medikamenten, die darauf abzielen, lediglich ein Symptom zu behandeln.
Die Ergebnisse dieser Fallserie eröffnen eine vielversprechende Forschungsrichtung für die Behandlung von Long COVID und geben Millionen von Long COVID Patientinnen und Patienten einen Grund zur Hoffnung.