Zukunftsstrategie Baden-Württemberg: Innovationen für Gesundheit und Lebensqualität

D-Stuttgart | Die Landesregierung hat eine „Innovations- und Zukunftsagenda Baden-Württemberg“ vorgestellt. Schwerpunkte sind neben der Künstlichen Intelligenz und Quantentechnologie, den Themen Mobilität und Auto, Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch Innovationen in die Gesundheit und Lebensqualität. Die wichtigsten Aussagen werden hier zusammengefasst.

1.100 Unternehmen in der Medizintechnik, Pharmazeutischen Industrie und Biotechnologie erwirtschaften mit 88.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 25 Mrd. Euro. Die Gesundheitswirtschaft ist die am stärksten wachsende Branche in Baden-Württemberg und mit insgesamt rund einer Million Beschäftigten - mit der Gesundheitsversorgung - eine Leitbranche des Landes.

Die Landesregierung hat diverse Initiativen zur Förderung der Gesundheitswirtschaft gestartet, die weiter ausgebaut und ergänzt werden sollen:

  • Mit dem Strategiedialog Gesundheitsstandort Baden-Württemberg wurden bisher 60 Projekte mit insgesamt 125 Mio. Euro gefördert. Dabei geht es besonders um die bessere Nutzung von Gesundheitsdaten und die Stärkung des Arzneimittel- und Medizintechnikbranche.
  • Zentren für die Personalisierte Medizin wurden an den Unikliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm eingerichtet. Das Netzwerk soll zu einer sektorenübergreifenden, regionalen Versorgungsstruktur ausgebaut werden.
  • Die Digitalisierung in Medizin und Pflege wurde in rund 50 Projekten mit über 20 Mio. Euro gefördert. Dazu gehören das telemedizinische Projekt docdirect für Videosprechstunden in Deutschland und das KI-Reallabor ROUTINE als europaweiter Leuchtturm für den Transfer von KI in die Versorgung.
  • Im Innovationscampus Health&Life Science Alliance Heidelberg-Mannheim wird disziplinübergreifend Grundlagenforschung betrieben, um Innovationen für Prävention, Diagnostik und Therapie in die medizinische Anwendung zu bringen. Das Land hat den Aufbau des Campus von 2021 bis 2023 mit über 23 Mio. Euro unterstützt und finanziert ihn weiter.
  • Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft fördert das Land Leuchtturmvorhaben wie dem Forschungscampus „Mannheim Molecular Intervention Environment“ und dem Zukunftscluster nanodialog BW.

Für die Zukunft plant Baden-Württemberg eine digitale Plattform für Gesundheitsdaten, um den Austausch von Patientendaten zwischen Kliniken und Arztpraxen zu erleichtern. Die Plattform MEDI:CUS (Medizindaten-Infrastruktur: cloudbasiert, universell, sicher) soll schon 2025 mit ersten Diensten starten. Die Maßnahmen zur „Verbesserung der medizinischen Translation für Baden-Württemberg“ sollen konsequent umgesetzt werden, damit Forschungsergebnisse schneller angewandt werden. Schließlich sollen die regionalen Gesundheits-Netzwerke gestärkt werden. Ansprechpartner dafür ist die Landesagentur BIOPRO, die auch das exzellente Fachwissen in Wirtschaft und Wissenschaft vernetzen soll.

 

(Quelle: Pressemitteilung des Landes Baden-Württemberg, 11.03.2025)